Die Timeline von Facebook: Zehn Tipps zur Nutzung

zehn hilfreiche Tipps zur Nutzung von TimelineKeine Frage: Klasse sieht sie aus: die neue „Timeline“ von Facebook. Modern, aufgeräumt und ziemlich stylish. Mit der neuen Optik wertet Facebook die Profilseiten seiner Nutzer deutlich auf. Auf diese Art und Weise entsteht ein spannendes Online-Tagebuch, eine Art virtueller Rückblick auf alles Erlebte. Wann genau haben Sie nochmal das neue Auto vor sieben Jahren gekauft? Wie fanden Sie damals noch die Wahl des amerikanischen Präsidenten? Und was war nochmal der Name des Restaurants, in dem Sie damals gegessen haben? All das kann der Facebooker nun schnell und einfach nachschlagen. Mehr noch: Jedem ihrer Freunde gewährt das neue Facebook einen tiefen Blick in Ihr Leben, Ihre Hobbies, Ihre Gedanken, die Sie teilen möchten. Sofort fällt das neue Titelbild auf, welches Sie natürlich selbst auswählen können. Auch das Teilen von Status-Updates und Nachrichten mit bestimmten Gruppen Ihrer Facebook-Freunde wird übersichtlicher und einfacher. Hier sind zehn wichtige Tipps, welche die Nutzung der Timeline von Facebook einfacher und sicherer machen.

Tipp Nr 1 – Wann umstellen?

Überlegen Sie vorher, ob Sie sich bereits jetzt für die neue Timeline-Optik begeistern können oder nicht. Derzeit ist die Nutzung für private User noch freiwillig, Sie müssen die Timeline noch nicht aktivieren. Wenn Sie möchten, kann – vorerst – alles genauso bleiben, wie es ist. In dem Moment, wo Sie auf die Timeline-Optik umgeschaltet haben, gibt es aber kein Zurück mehr. Eine spätere Entscheidung, doch lieber wieder die klassische Darstellung zu nutzen, ist nicht möglich. Ein Wechsel vom neuen zurück zum alten Seitenlayout ist nicht vorgesehen. Bald schon jedoch wird die klassische Facebook-Optik abgeschaltet, spätestens dann wird die Nutzung der Chronik unumgänglich. Wann das so sein wird, steht derzeit jedoch noch nicht fest, lange wird es aber nicht mehr dauern. Vom Tag der Komplettumstellung auf die Chronik haben Sie als Facebook-User eine Woche Zeit, Ihre Einträge zu bearbeiten, Informationen, die sie nicht in der Timeline sehen möchten, zu editieren. Danach stellt Facebook Ihr Profil automatisch um. Für Fanpages und Unternehmensseiten ist die Timeline bereits Standard.

Tipp Nr 2 – Status Updates

Eine prima Verbesserung ist das „Anpinnen“ von Status-Updates. Gibt es eine Nachricht, die Ihnen persönlich wichtiger ist, als alles andere? Möchten Sie nicht, dass Ihre Botschaft „Ich suche eine neue Wohnung, wer kann helfen?“ von der kurz danach geposteten Info „War gerade joggen. Bin kaputt“ von ihrem Spitzenplatz verdrängt wird? Dann können Sie jetzt für bis zu sieben Tage eine besonders wichtige Update-Meldung ganz oben in Ihrem Profil „anpinnen“. Praktisch!

Tipp Nr 3 – Highlights

Die Timeline ist ein Rückblick auf Ihr bisher gelebtes Leben. Bei entsprechender Nutzung können Sie – im schicken Magazin-Look – aufwändig Ihre Erlebnisse inszenieren. Besondere Ereignisse können Sie als „Highlight“ hervorheben. Die Hochzeit? Die Geburt Ihrer Kinder? Der neue Job? All das wird durch die Highlight –Funktion optisch aufgewertet. Je länger Ihre Timeline wird, desto mehr werden diese Highlights zu den Schlüsselpunkten Ihres virtuell geteilten Lebens.

Tipp Nr 4 – Wer darf was sehen?

Mit der neuen Timeline entsteht so etwas wie ein digitaler Lebenslauf. Mit wenigen Mausklicks sind Sie jetzt in der Lage, einen virtuellen Einblick in Ihr Leben zu geben, schick gestylt mit Fotos, Erlebnissen und alten Pinnwand-Einträgen, Kommentaren und Mitteilungen aus Ihrer Facebook-Zeit. Natürlich ist es manchmal aber schlauer, den einst so launigen Kommentar von 2005 zu löschen, weil er heute eher peinlich wirkt. Es macht auf jeden Fall Sinn, vor der Nutzung der Timeline alle gespeicherten Informationen genau zu überprüfen. Auch ist es ratsam, noch genauer als vorher zu prüfen, wer Zugang zu welchen Informationen Ihrer neuen Facebook-Chronik erhalten soll, denn nicht nur alte Nachrichten und Meldungen tauchen plötzlich wieder auf. Auch Ihr Konsumverhalten wird nun deutlich transparenter.

Tipp Nr 5 – Social Apps

Social Apps sollen helfen, Dinge, die Ihnen wichtig sind, zu erforschen und mit Ihren Freunden zu teilen. Ein Beispiel: Nutzen Sie die Social App „Foodily“, lassen sich hier tolle Kochrezepte finden und verbessern. Zahlreiche Social Apps sind bereits automatisch mit der Timeline aktiviert. Für die einen vereinfacht das die Kommunikation mit den Freunden, schließlich können diese nun sofort sehen, was bei Ihnen gerade auf dem Herd steht, welche Artikel sie online auf Ihrem bevorzugten News-Portal gelesen haben oder welchen Film Sie online anschauen. Diese Informationen werden nämlich automatisch in die Timeline aufgenommen. Sie müssen nicht mehr den „Like“-Button anklicken oder durch die „Share“-Funktion Informationen freigeben, das erledigt Facebook nach einmaliger Nachfrage nämlich selbstständig. Wenn Sie das nicht möchten, müssen Sie umgehend die automatisch übertragenen Infos aus Ihrer Timeline löschen oder dürfen bestimmte Social Apps nicht mehr nutzen.

Tipp Nr 6 – Daten löschen

Natürlich können Sie in den meisten Fällen selbst festlegen, welche Informationen Sie in Ihrer Timeline preisgeben möchten. Einzelne Kommentare und Einträge sind mit wenigen Klicks zu löschen. Es gibt aber auch Informationen, die Sie nicht editieren können. Wenn Sie beispielsweise nicht möchten, dass jeder weiß, wo Sie wohnen, dürfen Sie dies auch nicht eintragen. Auf bestimmte Nutzergruppen beschränken können Sie diese Information nämlich genauso wenig wie beispielsweise Ihren Beziehungsstatus. Achten Sie auf Ihre Privatsphäre. Wenn Sie nicht wünschen, dass Ihr Chef alles über Ihren Musikgeschmack oder Ihre Freizeitgestaltung erfährt, greifen Sie aktiv ein. Ordnen Sie Ihre Facebook-Freunde in Gruppen und entscheiden Sie vor dem Einstellen neuer Informationen genau darauf, wer Zugang haben darf.

Tipp Nr 7 – Privatsphäre

Gehen Sie sorgfältig mit Ihren Daten um. Facebook verschweigt nicht, dass viele der Informationen, die sie preisgeben und mit Freunden teilen, weiter genutzt werden, beispielsweise, um Ihnen passende Werbeangebote zu machen. In der Statusleiste finden Sie beispielsweise nun ein kleines Apfel-Symbol (das nichts mit der Firma Apple zu tun hat). Hier wünscht sich Facebook, dass Sie Krankheiten und OP-Termine eintragen oder vermerken, wann zum letzten Mal der Rücken geschmerzt hat. Das sind sehr private Informationen. Schützen Sie sie.

Tipp Nr 8 – Timeline für Unternehmensseiten

Im Gegensatz zu privaten Facebook-Accounts ist die Timeline-Optik für Unternehmensseiten und Fanpages bereits verpflichtend. Die Timeline eröffnet Unternehmen durchaus viele neue Möglichkeiten, ist aber auch eine Herausforderung. Im Gegensatz zu Wikipedia können Unternehmen nun ihre Firmengeschichte in der Timeline so darstellen, wie sie es möchten. Firmengründung, Expansion, Einführung toller Produkte, angereichert mit tollen Aufnahmen: All das macht die Timeline zu einem wichtigen Marketing-Instrument für Unternehmen. Das neue, große Coverfoto dürfte Gefallen finden. Am besten sorgen Sie für ein passendes Motiv in der Größe 851 x 315 Pixel. Achtung, Facebook komprimiert das Banner recht stark. Setzen Sie also ein Foto ein, dann fällt die Komprimierung nicht ganz so auf wie bei grafischen Elementen. Einige Dinge sind ab sofort aber nicht mehr möglich: Direkte Kaufanreize dürfen nicht mehr platziert werden. Der Hinweis auf den Super-Sonder-Rabatt oder die knallbunte Blase mit der Botschaft „Jetzt kaufen“ ist verboten. Ebenso dürfen Funktionen wie „Gefällt mir“ auf Facebook- Unternehmensseiten nicht mehr eingesetzt werden. Landing Pages funktionieren nicht mehr und Adressenhinweise gehören nun ausschließlich in den Info-Bereich.

Tipp Nr 9 – Direktkontakt zwischen Firma und Kunde

Ab sofort können Kunden auf der Firmen-Homepage eines Unternehmens direkten Kontakt aufnehmen. Deshalb bedarf es einer Umstellung der eigenen Kommunikationsstrategien. Auf Fragen und Kommentare, die über Unternehmensseiten an Ihre Firma gesendet werden, sollten Sie auch reagieren, sonst droht schnell das Image, die eigene Kundschaft zu ignorieren. Ein Verhaltenskodex für die eigenen Mitarbeiter macht es leichter, den „richtigen Ton zu treffen“, wenn eine Nachricht via Facebook nicht so freundlich ist, wie es sich jede Firma wünscht

Tipp Nr 10 – Regeln einhalten

Der Verstoß gegen die neuen Geschäftsbedingungen von Facebook, beispielsweise durch die Platzierung von werbenden Anreizen auf Firmenseiten (Beispiel: „Hier geht’s zu Gratis Tickets für Schnellbucher“), kann zur Sperrung der Seite führen. Und das wäre dann wohl ziemlich ärgerlich. Es hilft, sich mit den Geschäftsbedingungen vertraut zu machen, auch wenn es spannendere Lektüre gibt.

Foto: AA+W – Fotolia

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Artikel bewerten)
Loading...