Game Design – Spiele entwickeln sich zu Hollywood Blockbustern

Games, die zu Filmen werden, gibt es immer mehr. Heutzutage, wo das Computerspiel als Konkurrenzprodukt zum Film im Kommen ist, wird oft gefragt: Welche Story hat das Spiel?

Das ist erstmal zu begrüßen. Schließlich ist eine gute Story, z.B. für Adventures, nicht verkehrt. Aber leider gibt es einen unerfreulichen Trend, der als Nebeneffekt auftritt. Die Spiele ähneln immer stärker aktuellen Hollywood-Filmen. Es gibt eine lineare Geschichte, die erzählt wird. Zwischen den Sequenzen ballert, rätselt oder rennt sich der Spieler das Spiel ab, um dann gespannt zu erfahren, wie die Story weitergeht.

Was in Adventures und Rollenspielen dazugehört, nervt, wenn es in praktisch jedem Spiel passiert. Schließlich gibt es Spiele, die ihren besonderen Reiz daraus beziehen, dass der Spieler selbst die Story macht. GTA 4 und Spore sind löbliche Open-World-Beispiele, wobei gerade ersteres durch seine Marketingmasche schon wieder ins Hollywood-Schema fällt.

Das Hollywood-Schema heutiger Computerspiele ist eine klare Konsequenz aus dem Gamer-Mainstream. Immer mehr Geld wird in die Produktionen der Spiele gesteckt, weil immer mehr Leute bereit sind, mehr Geld dafür auszugeben. Das Problem ist, dass bei so einer Produktion dann eben nicht mehr die kreativen Entwickler das Sagen haben, sondern Leute, die auf ihre Abrechnung schauen müssen.

So prophezeie ich, dass die „Story“ in den Spielen zu immer denselben Reflexen verkommen wird, während sich ein paar Perlen mit guter und origineller Geschichte, sowie endlich mal wieder neuen Spielkonzepten a la Fahrenheit behaupten wird.

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