Gelenkprobleme? Das müssen Sie beim Sport beachten

Gelenkprobleme? Das müssen Sie beim Sport beachtenWährend früher galt, dass man sich schonen soll, wenn man krank ist, haben die Mediziner inzwischen umgedacht. Heute gilt grundsätzlich: Sport ist gesund – und das auch bei Gelenkproblemen! Denn Sport kann Beschwerden lindern und Krankheitsverläufe mildern. Außerdem ist er gut für die psychische Verfassung.

Allerdings: Bevor man sportlich aktiv wird, sollte man bei bestehenden Beschwerden einiges abklären. Wir erklären Ihnen, was zu tun ist.

Zuallererst: Die Gelenkprobleme untersuchen lassen

Beschwerden der Gelenke können mehrere Ursachen haben. Daher ist es vor der Auswahl der Sportart wichtig, einen Arzt aufzusuchen, der ihnen auf den Grund geht. Zu den häufigsten Krankheiten gehören die Arthrose, eine Gelenkabnutzung, die sehr schmerzhaft sein kann, sowie die Arthritis. Sie ist eine Entzündung des Gelenks, die durch einen zu hohen Harnsäuregehalt im Blut hervorgerufen wird. Eine andere Krankheitsform ist die bakterielle Gelenkentzündung, zu der auch die Borreliose nach einem Zeckenbiss zählt. Ist die Diagnose erst einmal gestellt, kann der Arzt entscheiden, wie therapiert wird und welche Sportart man betreiben kann – und welche besser nicht. Darüber informiert hier auch Dr. Hittlich.

Tipps und Tricks zum Sporttreiben

Wenn man einige Pfunde zu viel auf die Waage bringt, sollte man unbedingt abnehmen, denn das zusätzliche Gewicht ist für die Gelenke eine zusätzliche Belastung. Auch hier sollte man den Rat seines Arztes einholen.

Hat man sein Normalgewicht erreicht, kann man mit dem Training beginnen – unter Umständen kann das sogar Lauftraining sein, denn Laufen ist durch die rhythmische Be- und Entlastung gut für die Versorgung des wichtigen Gelenkknorpels. Allerdings: Es kommt auf die richtige Lauftechnik an. Der Fuß muss möglichst flach aufgesetzt werden – daher sind Laufschuhe mit ausgeprägter Dämpfung im Fersenbereich nicht so gut geeignet, da der Fuß in Ihnen eben nicht flach aufsetzen kann. Das wiederum kann zu Problemen mit dem Kniegelenk führen.

Als Alternativen zum Laufen – etwa bei noch vorhandenem Übergewicht oder nach längerer sportlicher Inaktivität – eignen

  • Schwimmen und Wassergymnastik,
  • aber auch Radfahren,
  • Skilanglauf,
  • Nordic Walking,
  • Spazierengehen und Wandern.
  • Aber auch Krafttraining kann betrieben werden.

Zu vermeiden sind generell alle Sportarten, die plötzliche Start- und Stoppbewegungen beinhalten: Dazu gehören

Generell gilt: Horchen Sie in sich hinein!

Wie geht es Ihnen beim Training?

Wie fühlt sich die vielleicht ungewohnte Bewegung an?

Achtung! Hören Sie auf zu trainieren, wenn sich das betroffene Gelenk mit Beschwerden meldet oder Sie sonst Beschwerden oder Unwohlsein verspüren. Bauen Sie außerdem – gerade am Anfang – mehrere, regemäßige Ruhepausen in Ihren Trainingsplan ein. So kann man sich am besten vor Überlastungsschäden am Gelenk schützen und Sie bleiben mit Spaß bei der Sache. Denn wer Erfolge verbuchen kann, bleibt dran.


Fotoquelle: Thinkstock, 464593622, iStock, KatarzynaBialasiewicz

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