«Gesicht vom Champions-League-Einzug»: Leipzig feiert Selke

Berlin – Sein erster Weg führte Ralph Hasenhüttl direkt zu Davie Selke. Mit Schlusspfiff sprintete RB Leipzigs Trainer über den Rasen des Olympiastadions und herzte den Stürmer.

Mit dem späten Doppelpack beim 4:1 über Hertha BSC besiegelte ausgerechnet Selke nach einer persönlichen Seuchen-Saison den endgültigen Sprung in die Champions League. «Es gibt keinem, dem ich es mehr gönne», sagte Hasenhüttl. «Man hat gemerkt, dass er brennt, seinen Teil zu dem Wunder beizutragen, das wir hier geschaffen haben.»

Nur zweimal schaffte es der U21-Nationalstürmer diese Saison in die Startformation, erzielte vor der Partie am Samstag lediglich zwei Ligatore. Auch in Berlin durfte Selke erst ab der 81. Minute ran. Doch ein möglicher Abgang von Selke zu seinem Ex-Club Werder Bremen ist laut Ralf Rangnick noch keinesfalls besiegelt. «Wir werden Davie nicht auf Teufel komm raus abgeben», kündigte der Sportdirektor an. «Und schon gar nicht für Low-Budget-Preise.»

Auch Stefan Ilsanker erkundigte sich vor Anpfiff mal bei seinem Mitspieler, ob er denn auch kommende Saison für RB spielen werde. «Ich hab ihm gesagt, er wird das Gesicht vom Champions-League-Einzug sein. Und genau so war es heute», erzählte der Österreicher. «Auf den Gazzetten wird er morgen vom Titelbild lachen.»

Fotocredits: Soeren Stache
(dpa)

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