Halbnackte im Frühling

Kaum wärmen die ersten zaghaften Sonnenstrahlen, sieht man sie wieder aus allen Ecken hervorquellen: die Halbnackten. Das Morgenthermometer zeigt frostige 8 Grad, aber das schockt die Halb-Nudisten nicht.

Barfuß schlüpfen sie in ihre Schlappen, zeigen nackte Achseln beim Griff nach der Haltestange in der U-Bahn und klagen dann auch noch fortwährend wie heiß es sei. Leute, mittägliche 20 Grad sind wirklich etwas wunderbares, wer lüftet da nicht gerne das Jäckchen. Aber 20 Grad sind noch lange keine tropischen Zustände und schon gar nicht hier in Berlin, wo ständig noch eine rauher Wind vom Ural her rüber weht.

Also erspart uns eure Speckröllchen und Magerknochen bis zum Hochsommer. Da muss man genug ertragen. Ich weiß, es ist ungerecht, aber es taugen nun mal nicht alle Körper für halbnackte Model-Auftritte. Und selbst die nerven, weil sie einen ständig beleidigen. Niemals werde ich so grazil und arrogant an einem fernen Strand herumstolzieren können.

Liebe Dicke und Dürre, bleibt wie Ihr seid, aber zeigt nicht mehr Fleisch als nötig. Und schon gar nicht im zarten Frühling, der von ganz alleine voller Schönheit ist.

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