Immobilienfinanzierung: Zinsen und Tilgung professionell planen

ImmobilienfinanzierungZurzeit sind die Zinsen niedrig wie noch nie – und selbst wenn Hypothekenzinsen bereits vereinzelt wieder ansteigen, ist eine echte Zinswende nicht in Sicht. Doch Hausbauer legen sich auf eine lange Dauer fest – lesen Sie hier, wie Sie ihren Baukredit richtig aufbauen.





Sollzins und effektiver Jahreszins

Voraussetzung ist, dass Sie einen Anbieter finden, der den momentanen Zinsvorteil direkt an Sie weitergibt. Vergleichen Sie die Kosten verschiedener Anbieter, zum Beispiel in Online-Vergleichsrechnern. Auch Berater wie tecis können bei allen Finanzierungsfragen helfen.

Berücksichtigen Sie alle Kosten eines Darlehens. Das erreichen Sie, indem Sie nicht nur den Sollzins, sondern auch den effektiven Zins berücksichtigen. Der effektive Zins muss von allen Anbietern ausgewiesen werden und macht verschiedene Angebote untereinander vergleichbar. Der Effektivzins beinhaltet die jährlichen Gesamtkosten eines Darlehens, also auch Vermittlungs- und Bearbeitungsgebühren. Der Sollzins dagegen gibt an, wie hoch die reine Darlehensverzinsung ist.

Wenn der Sollzins über einen bestimmten Kreditzeitraum festgelegt wird, sprechen Fachleute vom gebundenen Sollzins. In der Regel wird der Zins im Vertrag höher sein, je länger die Laufzeit des Vertrags. Denn der Anbieter muss eventuelle künftige Zinssteigerungen berücksichtigen.

Laufzeit der Zinsbindung

Für Sie wiederum ist kann es sinnvoll sein, das derzeitig niedrige Zinsniveau für einen möglichst langen Zeitraum festzulegen. Das kostet zwar etwas mehr durch die höhere Sollzinsen (im Vergleich zur kürzeren Laufzeit), aber Sie erhalten Planungssicherheit für viele Jahre.

Wichtig ist allerdings, dass Sie die Wechselwirkung zwischen Sollzins und Tilgungsrate berücksichtigen. Denn wer die monatliche Rate, die sich aus Zins und Tilgung zusammensetzt, möglichst niedrig hält, riskiert, dass ein höherer Zinssatz in der Anschlussfinanzierung die gesamte Kalkulation in Schieflage bringt.

Solange der Zinsanteil in der monatlichen Rate (bei derzeit niedrigen Zinsen) vergleichsweise gering ist, sollte ein größerer Anteil in die Tilgung fließen. Das hat zwei Vorteile. Zum einen können Sie den Kredit schneller abtragen – die Tilgungen reduzieren direkt die Darlehenssumme. Zum anderen können Sie die Tilgungsrate später zurückfahren, wenn Sie die Anschlussfinanzierung zu höheren Zinsen abschließen müssen und so die monatliche Belastung einigermaßen konstant halten.

Anlagetipps von tecis

Und ein letzter Tipp von Experten: Nutzen Sie zusätzliches Einkommen beispielsweise aus dem Weihnachtsgeld oder Schenkungen für Sondertilgungen – achten Sie darauf, dass diese Möglichkeit in Ihrem Vertrag enthalten ist. So können Sie Ihre Finanzierung im Idealfall schneller abschließen als geplant – und das spart Zinsen.


IMG: Thinkstock, 149854266, iStock, macgyverhh

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