Kaiserlicher Geburtstag: Franz Beckenbauer feiert seinen 70.

Sportdirektor mit FussballEr ist die Lichtgestalt des deutschen Fußballs, feierte Triumphe als Spieler, Trainer und Funktionär und hat nun wieder Grund zum Feiern – denn am 11. September wird der Kaiser 70. Wir gratulieren und blicken zurück auf eine einzigartige Karriere im Fußball.

Kicker mit goldenem Händchen (und Füßchen)

Der Franz, der kann’s: Was auch immer Franz Beckenbauer anpackt, es gelingt. Einen Fußball, der auf einem Bierdeckel auf einem Bierglas platziert ist, in der Torwand versenken, ohne dass dem Glas etwas geschieht? Der Frank kann’s. Als Kapitän und als Trainer der deutschen Nationalelf den WM-Titel holen? Als Chef des Organisationskomitees die Weltmeisterschaft 2006 ins eigene Land holen? Der Frank kann’s – und noch vieles mehr. Sich selbst in einem Satz zweimal zu widersprechen etwa, aber was schert den Franz sein Geschwätz von gestern. Der Kaiser darf so etwas, dafür ist er schließlich der Kaiser. Punkt, aus.

Fast wäre er bei 1860 gelandet…

Franz Anton Beckenbauer erblickte am 11. September 1945 in München das Licht der Welt. Das Kicken lernte er bei SC 1906 München. 1958, im Alter von 13 Jahren, wollte Beckenbauer dann eigentlich zu 1860 München wechseln – Die Geschichte von Fußball-Deutschland hätte einen völlig anderen Lauf genommen. Als er jedoch bei einem Spiel von einem 1860-Spieler geohrfeigt wurde, revidierte der Kaiser seinen Entschluss – und wechselte zum FC Bayern München.

Karriere in Sieben-Meilen-Stiefeln

Im Alter von 18 Jahren feierte Beckenbauer sein Debüt in der ersten Mannschaft der Bayern – und schoss gleich ein Tor. Ein Jahr später war Beckenbauer Nationalspieler. Sein erstes Match für die Nationalelf bestritt er am 26. September 1965 in Stockholm gegen Schweden, Deutschland gewann 2:1 und qualifizierte sich für die WM 1966 in England.

Seinen ersten Titel mit der Nationalmannschaft holte Beckenbauer bei der EM 1972, die damalige Mannschaft gilt vielen Experten als das beste deutsche Team aller Zeiten. Zwei Jahre später führte Franz die Nationalelf als Kapitän im eigenen Land zum Titel. In der Folge sammelte Beckenbauer mit den Bayern Titel auf Titel, wechselte später zum US-Verein Cosmos New York, danach zum HSV und ließ 1983 eine letzte Saison in New York folgen. Sein letztes Pflichtspiel absolvierte er am 12. September 1983.

WM-Titel im zweiten Anlauf

Genau ein Jahr später feierte Beckenbauer sein Debüt an der Außenlinie. Offiziell nannte er sich Teamchef, da er keine Trainerlizenz besaß. Mit dem WM-Titel hätte es fast im ersten Anlauf geklappt, doch das Finale 1986 gegen Argentinien ging unglücklich verloren. Vier Jahre später klappte es dann bekanntlich mit der Revanche, Deutschland gewann im Endspiel 1:0 gegen Argentinien – und der Kaiser war auch als Trainer ganz oben angekommen.

Als Funktionär und Sportpolitiker war Beckenbauer nicht weniger erfolgreich. Er war maßgeblich daran beteiligt, dass Deutschland die WM 2006 austragen konnte. Und während seiner Zeit als Präsident entwickelte sich der FC Bayern München zum internationalen Spitzenclub. Viel mehr geht nicht im Fußball. Der Franz, der kann’s – und hat allen Grund zünftig zu feiern.

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