Onlineshopping: Meldungen über kompliziertere Regelung stimmen nicht

Onlineshopping: Meldungen über kompliziertere Regelung stimmen nichtVielleicht haben Sie ja auch die Meldungen gelesen und sich gefragt: Was ist denn da los? Zahlreiche, auch renommierte Medien berichteten kürzlich über neue, verschärfte Regelungen für das Onlineshopping. Einkaufen im Netz werde deutlich komplizierter, so der Tenor. Wir können Entwarnungen geben: An diesen Meldungen ist nichts dran.

Fast ein Viertel der Weihnachtsgeschenke wird online gekauft

In der Vorweihnachtszeit beginnt sie wieder, die große Hatz auf Geschenke. Zwar werden nach wie vor die meisten Präsente im stationären Handel, also in Geschäften gekauft – doch immerhin knapp ein Viertel der Geschenke werden die Verbraucher in diesem Jahr im Internet erwerben, so eine aktuelle Studie. Beim Onlineshopping würden aber seit Anfang November neue, verschärfte Regeln gelten, war jüngst in vielen Meldungen zu lesen. So schrieb beispielsweise „Focus Online“: „Ausgerechnet vor Weihnachten wird das Einkaufen in Onlineshops deutlich komplizierter: Um dem Betrug im Netz ein Ende zu setzen, müssen Kunden zukünftig die Überprüfung ihrer Identität gewährleisten – beispielsweise durch ihren Fingerabdruck.“

Die neuen Regeln betreffen Onlineshops gar nicht

Die gute Nachricht: Diese Meldungen sind Quatsch, für die Verbraucher ändert sich beim Onlineshopping nichts. Wie aber kam es dann zu den anderslautenden Berichten? Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) informierte vor kurzem in einer Mitteilung über neue „Mindestanforderungen an die Sicherheit von Internetzahlungen“, die zum Stichtag 5. November gewährleistet werden müssen. In der Mitteilung geht es aber nicht um Onlineshops und den Onlinehandel, die verschärften Mindestanforderungen gelten vielmehr für Zahlungsdienstleister wie Banken und Sparkassen. Diese Dienstleister müssen künftig unter anderem Überweisungen durch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung absichern – was beim Onlinebanking ohnehin längst Standard ist.

Beim Bezahlen im Onlineshop ändert sich nichts

Anmeldeprozedere und Bezahlungsvorgang beim Onlineshopping verlaufen für den Verbraucher wie gehabt. Ob Bezahlung per Lastschriftverfahren, Überweisung oder Paypal, auf Rechnung oder via Kreditkarte – alles bleibt beim Alten. Bei der Kreditkartenzahlung können Händler zwar eine sogenannte starke Authentifizierung verwenden, wenn das Kreditkarteninstitut eine solche Authentifizierung anbietet. Sie sind aber nicht dazu verpflichtet.

Augen auf beim Geschenkekauf im Netzt

Wer also im Netz auf Geschenkesuche geht, kann sich bei Amazon & Co. wie gewohnt anmelden und seine Einkäufe wie gewohnt bezahlen. Wichtig beim Präsentekauf im Netz ist, lediglich in seriösen Shops einzukaufen. Gerade in der Vorweihnachtszeit stellen Betrüger in großer Zahl Fake-Shops ins Netz, die mit extrem günstigen Preisen locken, die User aber nur abzocken sollen. Die Alarmglocken sollten immer dann schrillen, wenn ein Anbieter Vorkasse verlangt. Ist das Geld erstmal überwiesen, ist es jedoch womöglich für immer weg…


Foto: Thinkstock, 469754957, iStock, gpointstudio

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