Self-Publishing: Ein Trend mit vielen Seiten

Wer früher ein Buch veröffentlichen wollte hatte lediglich zwei Möglichkeiten: von einem Verlag angenommen zu werden oder das Buch auf eigene Kosten drucken zu lassen. Heute liegen dagegen zwischen der Fertigstellung des Manuskripts und der Veröffentlichung des Werks nur wenige Mauseklicks: Self-Publishing boomt.
Mann mit Buch liest

Als E-Book publizieren

Der Weg, den immer mehr gerade junge Autoren einschlagen führt in der Regel weg von den großen Verlagen und hin zu den neuen Plattformen – so auch hier zu finden. Während die Verkaufszahlen für Bücher in der Regel zurückgehen, steigt der Absatz im Bereich der E-Books. In Deutschland lässt diese Entwicklung zwar noch auf eine für einen echten Umbruch sprechende Dynamik vermissen, aber die Zahlen verschieben sich gleichwohl langsam und stetig. Da der Gesamtanteil am Markt aber immer noch im einstelligen Prozentbereich liegt, bewegen sich auch die Verdienstaussichten in einem geringen Rahmen. Befragungen unter Self-Publishern ergeben, dass die Einkünfte von knapp der Hälfte der Autoren unterhalb von fünfzig Euro im Monat liegen. Gleichwohl gibt es auch Ausnahmen und Autorinnen und Autoren, die durch E-Books Einkünfte im sechsstelligen Bereich erzielen.

Verbesserte Technik – breiteres Angebot

Bis in die jüngste Vergangenheit hielt vor allem die vielfach geringe Auswahl an Werken viele Leser davon ab, dauerhaft auf elektronische Reader umzusteigen. Je breiter aber das Angebot wird, desto mehr Menschen fangen damit an, Bücher und Zeitungen auf dem Reader oder Tablet zu lesen. Dies verringert nicht nur Verstauungsprobleme im Urlaub sondern auch das Ansammeln von Bergen bereits gelesener Literatur auf den heimischen Regalen. Da Anwender- und Augenfreundlichkeit der Reader weiter zugenommen haben, wird der Absatz in den kommenden Jahren vermutlich weiter steigen. Auf diese Weise verschieben sich auch auf dem Buchmarkt die Gewichte weg von den klassischen Verlagen. Diese implementieren daher – um von diesem Trend zu profitieren – einer nach dem anderen eigene Plattformen für das Self-Pubslishing. Künftigen Autoren bietet sich so eine große Auswahl an attraktiven Plattformen.

Soziale Netzwerke nutzen

Ein Nachteil des Self-Publishings ist, dass die von den Verlagen betriebene Werbung für das eigene Werk entfällt. Um erfolgreich zu sein, müssen selbst publizierende Autoren daher andere Wege gehen, um ihr Buch bekannt zu machen. Hier bieten gerade die sozialen Netzwerke des Web 2.0 – Facebook, Google + oder Twitter – umfangreiche Möglichkeiten.

Foto: Thinkstock, iStock, g-stockstudio

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