Sozialleben vs. soziale Netzwerke?

Facebook, Twitter, MySpace, StudiVZ und wie sie alle heißen. Sie sollen uns vernetzen. Sozial, natürlich. Doch wie sozial kann eine Maschine sein, die uns zwar miteinander kommunizieren lässt ohne, dass wir uns ins Gesicht schauen können und müssen?

Damals gab es keine Handys. Verabredungen wurden eher seltener spontan abgesagt. Wenn man sich was erzählen wollte, aber nicht treffen konnte, dann hat man sich zum telefonieren verabredet. Heute haben wir unser Internet auf dem Handy dabei und können von überall aus telefonieren, chatten und webcamen. Wir benötigen keine abgesteckte Zeit dafür- selbst 5 Minuten Pausen können zum quatschen benutzt werden.
Wer braucht da noch echten Kontakt?

Stehen uns soziale Netzwerke im Weg? Verlieren wir dadurch die Fähigkeit uns von Angesicht zu Angesicht mit anderen Leuten auseinanderzusetzen? Oder sind sie die Rettung von uns, wo wir doch alle immer mehr Arbeiten müssen und kaum Zeit haben für Freunde und Familie? Was ist mit den Menschen, die sich aufgrund verschiedener Gründe nicht aus dem Haus trauen und so endlich als das angesehen werden, das sie sind? Ein Mensch.

Es gibt viele Pros und Contras zu diesem Thema. Und jedes Argument hat irgendwo seine Berechtigung. Natürlich können soziale Netzwerke der Untergang echter sozialer Kompetenzen werden. Aber es ist kein Muss. Manche nutzen es eben, weil es geht. Weil man so mit Freunden in Kontakt treten kann, zu denen man sonst nicht so viel Kontakt hätte. Weil sie z.B. in einem anderen Land oder einer anderen Stadt leben. Ja, damals ging das auch. Aber heute geht es einfacher. Schneller und vor allem: Billiger.

Soziale Netzwerke schaffen tausende von Arbeitsplätzen. Nicht nur die, die gebraucht werden um sie am Leben zu erhalten. Sondern auch die, die sich für die Werbung damit beschäftigen. Die, die Bücher über sie schreiben. Die, die sie analysieren und und und.

Soziale Netzwerke sind nicht von Grundauf böse. Sie müssen nur richtig genutzt werden. So wie alles im Leben. Die Menge machts, nicht der Konsum an sich.

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