Urtikaria – weit verbreitet in Deutschland und auf der ganzen Welt

Urtikaria – weit verbreitet in Deutschland und auf der ganzen WeltNesselsucht ist eine Qual – dicke Quaddeln und Rötungen überziehen die Haut. Und am schlimmsten ist der Juckreiz. Lesen Sie hier, wer von Nesselsucht betroffen ist und was Sie dagegen tun können, wenn Sie selbst darunter leiden.


Weltweit verbreitet

Nesselsucht ist weltweit eine der häufigsten Hautkrankheiten. Mediziner sprechen von Urtikaria, abgeleitet von „Urtica“, der Brennnessel, weil die Symptome den Quaddeln ähneln, die nach der Berührung von Brennnesseln entstehen. Nesselsucht wird ausgelöst von äußeren Faktoren wie Licht, Kälte, Hitze oder Druck, oder sie entsteht als Reaktion auf Bestandteile von Nahrungsmitteln und Medikamenten. Bekannt ist außerdem, dass manche Patienten als Folge einer Autoimmunreaktion an Urtikaria erkranken. Wenn die Beschwerden länger anhalten, ist die sorgfältige Diagnose sehr wichtig: Fragen Sie Ihren Hausarzt oder Dermatologen (Hautarzt). Informationen finden Sie auch auf Online-Rategeberseiten wie zum Beispiel hautwende.de.

Chronische Nesselsucht

Experten schätzen, dass ein Viertel aller Erwachsenen zwischen 20 und 40 Jahren einmal in ihrem Leben an Nesselsucht erkranken. Oft verschwinden die Symptome schnell wieder und bleiben ein einmaliges Ereignis. Bei vielen allerdings entwickelt sich eine chronische Urtikaria, bei der die Beschwerden länger als sechs Wochen andauern.
Von der chronischen Nesselsucht sind in Deutschland etwa ein Million Menschen betroffen, und zwar Frauen häufiger als Männer. Die Zahl der Betroffenen hat sich über die vergangenen Jahrzehnte kaum verändert – ganz im Gegensatz zu Allergien, bei denen die Zahl der Patienten stark zunimmt.

Beeinträchtigung im Alltag

Nesselsucht ist auch in der Hautarzt-Sprechstunde ein häufiges Thema. Denn für viele ist die Krankheit und ihre Behandlung langwierig: Die Hälfte der Patienten ist ein halbes Jahr lang krank. Bei einem Fünftel der Betroffenen dauert die Krankheit länger als drei Jahre, bei 20 Prozent mehr als fünf Jahre. Bei zehn Prozent aller Erkrankten verfestigt sich das Krankheitsbild, so dass sie länger als zehn Jahre unter Nesselsucht leiden.

Eine chronische Urtikaria belastet die Patienten nicht nur durch die Quaddeln und Rötungen sowie den damit verbundenen Juckreiz. Viele fühlen sich auch in ihrem Alltagsleben und im Beruf beeinträchtigt und leiden unter den sichtbaren Anzeichen auf der Haut.

Artikelbild: Thinkstock, iStock, konmesa

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