Vegan leben – wirklich so gesund?

Hollywoodstars wie Natalie Portman, Tobey Maguire und Alec Baldwin machen es vor, US-Talkqueen Oprah Winfrey verliert mit veganen Rezepten überflüssige Kilos – in den USA ist vegane Ernährung ein starker Trend. Auch international findet der Veganismus immer mehr Anhänger. Doch ist die vegane Ernährung wirklich für Menschen geeignet, die fit und leistungsfähig sein müssen?
Ernaehrung

Mehr Energie und Wohlgefühl dank veganer Küche

Glaubt man dem kanadischen Triathleten und Ironman Brendan Brazier, bietet vegane Ernährung auch Intensivsportlern gute Chancen, sich im Wettbewerb durchzusetzen. Seine Ernährungstipps, aber auch die Erfahrungen Anderer stoßen inzwischen auf breites Interesse. Vegane Kochbücher erfreuen sich wachsender Nachfrage, Restaurants setzen Kreationen ohne tierische Produkte auf ihre Speisekarten. Verbraucher berichten über mehr körperliche Energie, geistige Klarheit und besseren Schlaf, seit sie vegan essen. Viele stellen fest: Auch ohne tierische Produkte lässt sich ein reichhaltiger Speiseplan zusammenstellen. Statt Fleisch bieten sich unter anderem Avocados, Austernpilze oder Tofu an, als Käseersatz sind Produkte aus Nährhefe, Soja oder Seidentofu erhältlich.

Umwelt und Tiere mit Respekt behandeln

Viele Menschen stellen ihren Speiseplan aus gesundheitlichen Gründen um und entdecken erst später, dass Veganismus sich positiv auf Tiere und Umwelt auswirkt. Ausgangspunkt ist häufig die Mahnung der Ernährungswissenschaftler, zu viel Fleisch auf dem Teller erhöhe das Risiko, einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu erleiden, trage zu Krankheiten wie Diabetes, Krebs und Übergewicht bei. Zusätzlich geraten die Massentierhaltung sowie die Produktion tierischer Produkte in die Kritik. Nach einem Bericht der Vereinten Nationen im Jahre 2006 verursacht die Viehhaltung weltweit rund 18 Prozent der globalen anthropogenen Treibhausemissionen, mehr als alle Transportmittel zusammen. Mediendokumentationen berichten über skandalöse Zustände in der Nahrungsmittelindustrie.

Probieren geht über studieren

So verschieden die Motive für den Veganismus auch sein mögen, allen gemeinsam ist ein kritisches Bewusstsein dafür, wo Verbesserungen möglich sind. Ob vegane Ernährung gut tut und schmeckt, kann jeder selbst ausprobieren. Genauso, wie jeder selbst entscheidet, wie weit er den veganen Lebensstil in sein Leben etabliert. Denn überzeugte Veganer vermeiden Kleidung und Gebrauchsgegenstände tierischer Herkunft, kleiden sich nicht in Wollpullover, tragen kein Leder und schlafen nicht unter Daunendecken. Selbst in der Kosmetikindustrie ist das vegane Bewusstsein angekommen: Veganer bevorzugen Cremes und Lotionen ohne tierische Inhaltsstoffe, die nicht an Tieren getestet wurden. Hier schließen sich immer mehr Kosmetikfirmen an.

Bildurheber: BVDC – Fotolia

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