Volksleiden Rückenschmerzen – Bewegung kann helfen

Rückenschmerzen sind eines der meist verbreiteten Leiden in Deutschland: Millionen Krankheitstage gehen auf ihr Konto. Oft sind die Beschwerden sogar chronisch und bedürfen ärztlicher Hilfe. Eine ihrer Hauptursachen ist Bewegungsmangel. Für ihre Ernährung benötigen die Bandscheiben eine regelmäßige Be- und Entlastung – diese kommt nur durch Laufen, Gehen oder andere Bewegungsformen zustande. Werden die Bandscheiben entlastet, können sie Nährstoffe aus dem umliegenden Gewebe aufnehmen, bei Belastung wird verbrauchte Nährflüssigkeit abgegeben. Ein Zuwenig an Aktivität sorgt also dafür, dass die Bandscheiben durch die fehlende Pumpbewegung hungern müssen – gleichzeitig wird auch noch die Muskulatur geschwächt.
Patientin beim Arzt

Sport kann vorbeugen

Ganz klar: Je aktiver der Alltag gestaltet wird, desto wohler fühlt sich der Rücken. Bereits kleine Bewegungseinheiten wie ein Spaziergang tun gut – wichtig ist nur, dass sie regelmäßig stattfinden. Das gilt insbesondere für Menschen, die den ganzen Tag zum Arbeiten in einem Büro sitzen: Ein auf die Bedürfnisse des Körpers ausgerichteter Arbeitsplatz, hier geht’s zu einem Anbieter, kann viele Beschwerden vermeiden. Selbstverständlich spielt auch eine ausgewogene sportliche Betätigung eine wichtige Rolle bei der Stärkung des Rückens. Ein gezieltes Kraft- und Fitnesstraining fördert zudem Ausdauer und Beweglichkeit und hebt ganz nebenbei die Stimmung. Welche Sportart für Patienten mit Rückenschmerzen am besten geeignet ist, wurde noch nicht wissenschaftlich belegt. Generell sind alle Sportarten von Vorteil, die möglichst viele Bereiche des Körpers in Mitleidenschaft ziehen und somit einen übergreifenden Trainingseffekt haben.

Bloß keine Bettruhe!

In vergangenen Zeiten ging man bei Rückenleiden davon aus, dass Schonung die beste Medizin sei. Das ist heute total anders: Man weiß, dass in den meisten Fällen Bewegung viel besser ist als Bettruhe. Untersuchungen haben ergeben, dass totale Ruhepausen bei akuten Schmerzen eher kontraproduktiv sind – die Schonzeit verhindert den Heilungsprozess. Wird dennoch mal eine Bettruhe verordnet, sollte diese nach Möglichkeit nicht länger als zwei Tage dauern. Auch bei chronischen Schmerzleiden ist es wichtig, in Bewegung zu bleiben, am Leben teilzunehmen und Dinge zu tun, die Spaß machen und gut für die Stimmung sind.

Foto: Thinkstock, iStockphoto, 166143087, Getty Images, kzenon

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