Vor- und Nachteile von Zeitwertkonten

Artikelgebend ist die Rechtslage von Zeitwertkonten.Dem Grundsatz nach sind Zeitwertkonten dafür gedacht, dass Arbeitnehmer während des Erwerbslebens Einkommensbestandteile ganz offiziell zurücklegen, um sie später in Anspruch nehmen zu können. Allerdings bestehen einige Rechtsunsicherheiten in Bezug auf die Anerkennung dieses Vorsorgemodells für Unternehmer.




Zeitwertkonten – clevere Vorsorgevariante

Als Arbeitnehmer steht Ihnen die interessante Möglichkeit offen, Bestandteile Ihres Einkommens, wie zum Beispiel Urlaubs- oder Weihnachtsgeld, aber auch Tantiemen oder Teile Ihres Gehaltes, in ein sogenanntes Zeitwertkonto zu investieren. Dadurch entfallen auf diese Teile die sonst obligatorischen Sozialabgaben und Einkommenssteuern, da diese erst im Bezug gezahlt werden müssen. Zum einen können Sie sich auf diesem Weg Freizeit während des Erwerbslebens „erkaufen“, wenn Sie beispielsweise ab einem bestimmten Alter nur noch halbtags arbeiten wollen. Ihnen steht es nämlich frei, dann Mittel aus dem Zeitwertkonto zu beziehen, um die Gehaltsabstriche effektiv aufzufangen. Zum anderen können Sie so sehr effektiv für die Altersrente vorsorgen, da das zurückgelegte Kapital in Ihrem Interesse insolvenzsicher und verzinslich investiert werden muss.

Rechtliche Unsicherheiten – im Notfall einklagen

Nun streiten sich die Geister, ob diese Möglichkeit auch Unternehmern, die aber zwangsläufig in ihrer eigenen GmbH oder AG angestellt sein müssen, auch zusteht. Erste Urteile gibt es bereits, die sehen dieses Ansinnen durchaus als legitim an. Bei der Rücklage der in vielen Fällen großen Summen spart der Unternehmer erhebliche Einkommenssteuerbeträge, so dass die Finanzbehörden sich zunächst schwer tun. In diesen Fällen sollten Sie eine fähige Kanzlei beauftragen, die Ihnen die notwendige Unterstützung bei einer Klage vor dem Finanzgericht geben kann. Hier wichtige Urteile zu Ihrer Information: Hessisches Finanzgericht Az.: 1 K 250/11, Finanzgericht Düsseldorf Az.: 4 K 2834/11 AO und Niedersächsisches Finanzgericht Az.: 14 K 202/11. Selbst wenn es zunächst Probleme gibt, wenn alle Voraussetzungen für ein Zeitwertkonto erfüllt sind, schlägt dieses Vorsorgeinstrument alle anderen Modelle.

Zeitwertkonten auch für Unternehmer

Die clevere Möglichkeit, während des Erwerbslebens Einkommensbestandteile zurückzulegen, darauf Steuern und Sozialabgaben zu sparen, um später davon leben zu können, steht grundsätzlich auch Unternehmern zu. Allerdings sind einige vertragliche Voraussetzungen zu schaffen, so dass bei der sicheren Gestaltung eine versierte Kanzlei Unterstützung (Hinweise: Weitere Informationen findet man auf der Kanzleiseite heldt-zuelch.de) geben sollte. Richtungsweisende Urteile, die Sie zur Information nutzen können, liegen bereits vor.


Bildquelle: Rene Schubert – Fotolia

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