Wie viel Platz braucht der Überholvorgang?

Stuttgart – Ist genug Platz nach vorn, zur Seite? Was macht der Hintermann, und wie ist der Straßenzustand? Überholvorgänge gehören zu den schwierigsten und auch gefährlichsten Manövern im Straßenverkehr, erläutert die Expertenorganisation Dekra.

Schneller als erlaubt dürfen Autofahrer beim Überholen nicht werden. So muss die Überholstrecke lang genug sein, um sich und den Gegenverkehr etwa auf einer Landstraße nicht zu gefährden.

Und die nötige Strecke kann lang werden, haben Dekra-Unfallforscher in drei Beispielen errechnet. Dabei fährt der Überholende jeweils konstant mit 100 km/h. Wer damit ein 70 km/h schnelles Auto überholt, braucht 173 Meter für den gesamten Vorgang. Ein 80 km/h schnelles Auto ist so nach 218 Metern passiert. Ist der zu Überholende schon 90 km/h schnell, sind bereits 436 Meter nötig.

Im Rechenbeispiel fahren beide Autos mit konstanter Geschwindigkeit und beschleunigen oder bremsen auch während des Vorgangs nicht. Der Überholende leitet 15 Meter hinter dem zu überholenden Auto den Ausschervorgang ein und biegt 20 Meter davor wieder ein. Betrachtet wird der gesamte Vorgang inklusive Aus- und Einscheren.

Dekra rät, kein Risiko einzugehen und im Zweifel sicher hinter dem langsameren Verkehrsteilnehmer zu warten. Bei Schmutz, Glatteis, Regen oder Schnee auf der Straße sollten Fahrer besser gar nicht überholen.

Fotocredits: DEKRA
(dpa/tmn)

(dpa)
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