Cheftrainer Lambertz: Strukturen im Schwimmsport ändern

Rio de Janeiro – Angesichts des schlechten Abschneidens der deutschen Beckenschwimmer hat Chefbundestrainer Henning Lambertz für geänderte Strukturen im Deutschen Schwimm-Verband (DSV) plädiert.

«Das System muss sich ändern, sonst sind wir nicht mehr existent», sagte Lambertz in Rio de Janeiro, nachdem auch Marco Koch als letzte Medaillenhoffnung unter seinen Möglichkeiten geblieben war. Lambertz ist seit Anfang 2013 Chefbundestrainer und will nach Olympia auch von ihm eingeführte Neuerungen wie das Eliteteam der besten Sportler «extrem überdenken».

Zugleich forderte er mehr statt weniger finanzielle Förderung sowie einen Runden Tisch mit dem Verband und den Geldgebern Innenministerium und DOSB. «Wir sind uns einig: So kann es nicht weitergehen.» Lambertz stimmte ARD-Expertin Franziska van Almsick zu, die im DSV die Zeit für einen «massiven Kurswechsel» gekommen sieht. Nach den geplatzten Medaillenhoffnungen von Weltmeister Koch, Weltrekordler Paul Biedermann und Europameisterin Franziska Hentke stehen die Beckenschwimmer wie bereits in London 2012 vor Spielen ohne Edelmetall.

Vor Olympia hatte der DSV Lambertz signalisiert, seinen Vertrag bis 2020 verlängern zu wollen. «Auch ich muss mich ja hinterfragen und will auf keinen Fall Schuld von mir weisen», sagte er. Lambertz stünde aber als Cheftrainer weiter zur Verfügung. «Ich denke nicht darüber nach, das sinkende Schiff zu verlassen.»

Fotocredits: Michael Kappeler
(dpa)

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