Coronavirus-Folgen: Union-Profi Subotic-Sorge um Afrika

Berlin – Verteidiger Neven Subotic von Fußball-Bundesligist 1. FC Union Berlin sorgt sich um die Folgen der Coronavirus-Pandemie in Afrika.

«Momentan ist es die große Hürde, die ich im Hinblick auf die kommenden Monate sehe, wie wir als internationale Gemeinschaft reagieren, wenn das Virus sich in Afrika ausbreitet», sagte der sozial engagierte 31-Jährige der «Welt» und ergänzte: «Äthiopien und viele weitere afrikanische Länder haben längst nicht so ein entwickeltes Gesundheitssystem und erst recht nicht die finanziellen Mittel, wie wir es in Deutschland kennen.»

Mit seiner Stiftung setzt sich Subotic als Vorstand unter anderem dafür ein, Menschen in Äthiopien Zugang zu sauberem Wasser und Schulbildung zu ermöglichen.

Auf die finanziellen Folgen für den deutschen Fußball bezogen befürchtet Subotic, dass sich die Kluft zwischen der Ersten und Zweiten Liga vergrößert. «Für den einen Club bedeutet die Krise einen Beinbruch, für den anderen nur einen Mückenstich. Beide Clubs tragen einen Schaden davon, aber der eine, der schwächer ist, den trifft es härter», sagte der frühere Meisterspieler von Borussia Dortmund. «Das ist ein trauriger Fakt. Das bewegt mich als jemanden, der sich nicht als Teil des Geschäfts sieht, sondern als Sportler und Fan. Und da haben wir noch nicht über die unteren Ligen der Männer gesprochen oder den Frauen-Fußball, der sich in den vergangenen Jahren phänomenal entwickelt hat.»

Derzeit ist der Spielbetrieb in den Bundesligen wegen der Coronavirus-Krise vorerst bis mindestens zum 30. April unterbrochen.

Fotocredits: Soeren Stache
(dpa)

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