Dynamo Dresden trennt sich von Trainer Neuhaus

Dresden – Uwe Neuhaus ist nicht mehr Trainer von Dynamo Dresden. Nach einer drei Jahre währenden Zusammenarbeit gab der Fußball-Zweitligist die Trennung von seinem 58-jährigen Übungsleiter bekannt.

«Kristian Walter und ich sind in der gemeinsamen Analyse in dieser Woche zu der Überzeugung gelangt, dass wir jetzt eine Veränderung benötigen, um den eingeschlagenen Weg in dieser Saison und darüber hinaus erfolgreich fortzusetzen», erklärte Sportgeschäftsführer Ralf Minge in einer Vereinsmitteilung.

Der 57-Jährige sowie Interimssportgeschäftsführer Kristian Walter haben Neuhaus am Nachmittag über ihre Entscheidung informiert, anschließend teilte man dem Aufsichtsrat die rein sportlichen Beweggründe für die Trennung mit.

Nach durchwachsenem Saisonstart mit einem Sieg und einer Niederlage in zwei Spielen sowie dem überraschenden Pokal-Aus vom Samstag gegen den Regionalligisten SV Rödinghausen hatte man offenbar nicht mehr das Vertrauen, dass der 58-Jährige seine Spieler noch erreichen würde. «Die Zusammenarbeit mit Uwe Neuhaus war stets von großem Vertrauen, Respekt und Offenheit geprägt. Ich bin Uwe dankbar für diese Zeit und wünsche ihm für die Zukunft den größtmöglichen Erfolg», wird Minge zitiert.

Im Sommer 2015 hatte der gebürtige Hattinger Neuhaus beim damaligen Drittligisten angeheuert und führte die Sachsen in einer rekordträchtigen Spielzeit auf Anhieb wieder ins Bundesliga- Unterhaus. Dort absolvierte man als Aufsteiger die beste Zweitliga- Saison der Vereinsgeschichte und schloss als Tabellen-Fünfter ab.

Doch daran konnte man nicht mehr anknüpfen. Das selbstgesteckte Ziel, die Mannschaft weiterzuentwickeln, wurde deutlich verfehlt. Nur knapp entging man dem Abstieg. Nur durch Mithilfe der schwächelnden Konkurrenz schloss man die Saison als Tabellen-14. ab. In der Rückrunde holte die SGD nur noch 18 Punkte, mit nur 19 Zählern stellte die Neuhaus-Elf zudem das schwächste Heimteam der Liga.

«Unmittelbar nach Ende der vergangenen Saison haben Uwe und ich die sportlichen Schwierigkeiten, die wir 2017/18 hatten, gründlich und kritisch aufgearbeitet. Gemeinsam haben wir Veränderungen abgeleitet, die bereits angefangen haben, zu greifen. Dabei haben wir die Analyse als offenen Prozess fortgeführt und uns regelmäßig zusammengesetzt, um die Entwicklung fortlaufend zu bewerten», erklärte Walter.

Nun soll es ein noch nicht bekannter Interims-Trainer, den die Sachsen «zeitnah» bekanntgeben wollen, richten. Denkbar wäre auch eine interne Lösung: Christian Fiel, U17-Trainer und ehemaliger Publikumsliebling, macht derzeit seine Ausbildung zum Fußball-Lehrer; er hospitierte zuletzt bei Neuhaus.

Fotocredits: Friso Gentsch
(dpa)

(dpa)
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Artikel bewerten)
Loading...