Freisprech-Ärger im Auto: Handy kann Klang sabotieren

München – Sobald sich Smartphones per Bluetooth mit einer Auto-Freisprechanlage verbinden, sollten sie eigentlich auf Durchzug schalten und den Ton unverändert weiterleiten.

Stattdessen veränderten aber viele Smartphones das Tonsignal «ohne Sinn und Verstand» und verschlechterten so den Klang beim Telefonieren zum Teil deutlich, berichtet «Chip.de» über einen
Messlabor-Test, bei dem das IT-Portal 18 Smartphones auf ihre Auto-Freisprechertauglichkeit hin hat untersuchen lassen. Nur ein Gerät erfüllte dabei alle Kriterien, die die International Telecommunications Union (ITU) für die Kompatibilität von Smartphones und Freisprechanlagen vorgibt.

Die Ursachen für schlechten Klang, Verzögerungen oder Lautstärkeprobleme beim Freisprechen im Auto müssen also nicht zwingend am Mobilfunknetz oder an der Freisprechanlage liegen, insbesondere wenn es sich um ein hochwertiges Modell handelt. Die Experten empfehlen Betroffenen bei Klangproblemen im Auto grundsätzlich, bei den Herstellern nachzufragen, also dem des Freisprechers und dem des Smartphones. Denn das Handy-Audiosignal kann softwareseitig beeinflusst und das etwaige Problem so theoretisch mit jedem Firmware-Update behoben werden.

Ein weiterer Tipp: An einem mit einer Freisprechanlage verbundenen Handy die Lautstärke immer auf maximal einstellen, weil manche Smartphones den Pegel vor der Weitergabe an den Freisprecher reduzieren – obwohl auch dieser Eingriff eigentlich nicht sein sollte.

Die Experten weisen aber auch darauf hin, dass bei der Klangqualität kein Alles-oder-nichts-Prinzip gilt. Deshalb könnten auch Smartphones, die nur kleine Abweichungen vom gewollten Verhalten zeigen, noch recht gut für den Einsatz mit einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung taugen.

Fotocredits: Christin Klose
(dpa/tmn)

(dpa)
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