Paris und Lille verhängen Fahrverbote

Paris – Im Kampf gegen schlechte Luft in Paris hat die Polizei Fahrverbote für besonders umweltschädliche Fahrzeuge am Mittwoch (27. Februar) verhängt.

Autos mit Schadstoff-Plaketten von 4 oder 5 und ohne Klassifizierung dürfen dann ab 5.30 Uhr morgens nicht mehr innerhalb der Innenstadt und in den Vororten fahren, wie die Pariser Polizeipräfektur mitteilte.

Das Fahrverbot betreffe die Innenseite der zweiten Ringautobahn, der Autoroute 86, welche die französische Hauptstadt umschließt. Ein ähnliches Fahrverbot solle Mittwoch auch erstmals in Lille gelten, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Behörden.

In Paris sind Schadstoff-Plaketten für Autos Pflicht. Die Vignetten mit Farben von violett bis grau sind nach Verschmutzungs-Niveau gestaffelt. Maßgeblich sind dabei Euro-Normen. Dieselautos mit Erstzulassung vor 2001 und Benziner mit Baujahr vor 1997 dürfen in der Woche tagsüber sowieso nicht mehr überall fahren. Ab Mitte des Jahres werden die Regeln noch mal strenger. Bis 2030 will die Hauptstadt komplett frei sein von Autos mit Verbrennungsmotoren sein.

«Gute Nachrichten für alle Pariser und Franzosen, die in der vergangenen Woche Opfer von Schadstoff-Rekordwerten wurden», schrieb die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo auf Twitter. Weitere Maßnahmen am Mittwoch sind etwa Geschwindigkeitsbegrenzungen und die Aussetzung von Ausnahmeregelungen für die Verbrennung von «grünen Abfällen» im Freien.

Lange Zeit galt in Paris bei starkem Smog ein Rotationssystem, bei dem tageweise Autos mit geraden oder ungeraden Nummern auf den Kennzeichen vom Verkehr ausgeschlossen wurden. Seit einiger Zeit orientieren sich die Fahrverbote an den Vignetten.

Fotocredits: Yoan Valat
(dpa)

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