Rangnick für Abschaffung der 50+1-Regel

München (dpa) – Ralf Rangnick hat sich für eine Abschaffung der 50+1-Regelung ausgesprochen. «Jeder Verein sollte selbst entscheiden können, wie er sich finanziell aufstellt», sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten RB Leipzig der «Süddeutschen Zeitung».

«Die grundsätzliche Frage ist: Was wollen wir? Weiter unsere Tradition pflegen? Dann werden wir als Liga irgendwann dort landen, wo der eine oder andere Traditionsclub leider schon gelandet ist: auf dem Friedhof der Erinnerung.»

Die nur in der Fußball-Bundesliga geltende 50+1-Regelung besagt, dass ein Stammverein in den ausgegliederten Kapitalgesellschaften der Proficlubs die Stimmen-Mehrheit behalten muss. «Wer mitmachen will im Konzert der Großen, darf nicht Lichtjahre von den Spielregeln des internationalen Marktes entfernt sein und nur seinen alten Werten treu bleiben», sagte Rangnick: «Denn dann darfst du dich nicht darüber beklagen, wenn die Stars gehen.»

Fotocredits: Michael Erichsen

(dpa)
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