RB-Chef Mintzlaff: Bundesliga vor großen Herausforderungen

Leipzig – Für RB Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff steht die deutsche Fußball-Bundesliga im Kampf um internationale Marktanteile vor großen Herausforderungen.

«Es werden sich mit Blick auf 2030 in Europa zwei Ligen herauskristallisieren, die den Markt dominieren. Es muss daher die Aufgabe der Bundesliga sein, sich in diesem Verdrängungswettbewerb neben der Premier League gegen die spanische und italienische Liga durchzusetzen», sagte Mintzlaff der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung».

Trotz des Fußball-Booms ist Mintzlaff aber skeptisch, was die ganz große Wachstums-Euphorie im Fußball angeht. «Jeder Markt hat Limits. Wir müssen aufpassen, den Bogen nicht zu überspannen. Das heißt konkret: die Sättigung im Fernsehen», erklärte er. Die Frage sei schon jetzt, wie viel Fußball der Markt vertragen kann. Problematisch bei der notwendigen Akzeptanz mit Blick auf Gehälter und Ablösesummen sei auch, dass «wir uns in Größenordnungen bewegen, die nicht nur für Fans, sondern für alle selten nachvollziehbar sind.»

Zudem ist der 41-Jährige überzeugt, dass in den nächsten zehn Jahren die 50+1-Regelung in Deutschland kein Thema mehr sei. «Wir brauchen, falls die 50-plus-1-Regel fällt, in der Bundesliga eine nachhaltige Investorenstruktur, und keine Investoren, die Fußball nur als Spielzeug betrachten. Nur langfristiges Engagement bringt uns dauerhaft Return», sagte er.

Fotocredits: Wolfram Kastl
(dpa)

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