Schalke kommt nicht voran: 0:0 und «Rot» für Serdar

Gelsenkirchen – Der FC Schalke 04 tritt in seiner verkorksten Saison in der Fußball-Bundesliga weiter auf der Stelle. Gegen den Tabellen-Nachbarn SC Freiburg reichte es in der Veltins-Arena nach einer erneut dürftigen Vorstellung nur zu einem 0:0.

Am Mitwoch im Champions-League-Duell mit Manchester City muss sich Schalke erheblich steigern, um im Achtefinal-Hinspiel nicht unter die Räder zu kommen.

Allerdings musste der Revierclub nach der Roten Karte gegen Suat Serdar (42.) mehr als eine Spielhälfte mit nur zehn Spielern auskommen. Der ehemalige Mainzer wurde nach einem überharten Einsteigen gegen Mike Frantz von Schiedsrichter Frank Willenborg zurecht vom Platz gestellt. In der Nachspielzeit sah Freiburgs Christian Günther wegen Foulspiels Gelb-Rot.

Gegen Freiburg musste Schalke-Coach Domenico Tedesco improvisieren, weil Rechtsverteidiger Daniel Caligiuri (Gelbsperre) fehlte. Für ihn rückte Weston McKennie zurück. Zudem stand – wohl zum vorerst letzten Mal – Ralf Fährmann im Tor. Gegen Manchester und dann in einer Woche in Mainz könnte Alexander Nübel nach abgesessener Bundesliga-Rotsperre wieder zwischen die Pfosten rücken.

Erstmals nach seiner langen Verletzung gehörte Guido Burgstaller wieder zum Kader, kam aber erst in der Schlussphase für ein paar Minuten zum Einsatz. Der erkrankte Sportvorstand Christian Heidel musste sich das Spiel daheim anschauen. Laut Schalke lag er mit fast 40 Grad Fieber im Bett.

Die Gäste aus Baden nahmen zwei Veränderungen im Vergleich zum 3:3 gegen Wolfsburg vor. Trainer Christian Streich schickte Amir Abrashi und Lucas Höler für den verletzten Robin Koch sowie Florian Niederlechner auf den frisch verlegten Rasen in der Arena.

Einen Tag nach der Gedenkfeier für den verstorbenen Manager Rudi Assauer, an der auch die Profis teilgenommen hatte, ergriff die Revierelf von Beginn an die Initiative. Den ersten Warnschuss gab Mark Uth (2.) ab, doch SC-Keeper Alexander Schwolow riss rechtzeitig die Fäuste nach oben. Die Breisgauer zogen sich meist weit in die eigene Hälfte zurück und lauerten auf Ballgewinnen und Konter.

Schalke suchte lange vergeblich nach spielerischen Lösungen. Und die dann oft weit nach vorn geschlagenen Bälle fanden keine Abnehmer. Auch aus einem Missverständnis zwischen Dominique Heintz und Schwolow am Strafraumeck konnte Amine Harit kein Kapital schlagen.

Nach einem Freistoß von Bastian Oczipka in den Freiburger Strafraum schaltete sich zwar der Video-Assistent ein, doch bei einer Überprüfung konnte kein regelwidriges Handspiel von Lukas Kübler festgestellt werden.

Direkt nach der Pause geriet das Tor der nun dezimierten Schalker erstmals in Gefahr. Fährmann verhinderte mit einer starken Reaktion beim Kopfball des gerade eingewechselten Jerome Gondorf den möglichen Rückstand. Die Freiburger waren in Überzahl nun mutiger. Am Ende hatte Schalke Glück, dass Fährmann gegen Vincenzo Grifo (62.) eine mögliche Heimpleite verhinderte und dass der Referee nach einem Handspiel von Omar Mascarell einen für Freiburg bereits gegebenen Strafstoß nach Videobeweis (82.) zurecht wieder zurücknahm.

Fotocredits: Ina Fassbender
(dpa)

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