Vogel erfüllt Pflicht im Sprint – Kluge mit gutem Start

Rio de Janeiro – Bei den britischen Bahnrad-Festspielen in Rio de Janeiro kommt Kristina Vogel nicht so recht auf Touren. Die siebenmalige Weltmeisterin erfüllte mit dem Einzug ins Sprint-Achtelfinale zwar ihre Pflicht – mehr aber auch nicht.

Einen Tag nach ihrem enttäuschenden sechsten Platz im Keirin kam Vogel auch in der Sprint-Qualifikation nicht über den sechsten Platz hinaus.

Roger Kluge legte hingegen einen guten Start in den Omnium-Wettbewerb hin. In der ersten von sechs Disziplinen belegte der Olympia-Zweite von Peking am Sonntag in Rio de Janeiro den zweiten Platz im Scratch hinter dem dänischen Olympiasieger Lasse Norman Hansen. Der britische Superstar Mark Cavendish, der in diesem Jahr vier Etappen bei der Tour de France gewonnen hatte, wurde zum Auftakt Sechster.

Die Radsport-Großmacht Großbritannien durfte unterdessen bereits den vierten Olympiasieg in der sechsten Entscheidung feiern, da das Sprint-Finale eine rein britische Angelegenheit zwischen Jason Kenny und Callum Skinner war.

Vogel schaffte durch einen souveränen Sieg gegen die Niederländerin Laurine van Riessen das Weiterkommen, der sechste Platz in der Qualifikation könnte ihr aber noch Probleme bereiten. Nun wird sie bereits früher als erwartet auf eine der ganzen starken Gegnerinnen treffen.

Für Vogel hatte sich am Vortag die zweite Medaillenhoffnung zerschlagen, als sie als Weltmeisterin das Keirin-Finale verpatzt hatte. Im Teamsprint hatte sie mit Miriam Welte Bronze gewonnen, im Sprint zählt sie zu den Mitfavoritinnen.

Nach der Enttäuschung im Keirin hatte sich Vogel angriffslustig gegeben. «Abhaken, neu angreifen. Natürlich bin ich traurig, aber ich habe hier noch eine Chance», lautete ihre Devise, nachdem sie an der fest eingeplanten Medaille vorbeigefahren war.

Fotocredits: Felix Kästle
(dpa)

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