Opfer der Mode: Markenkauf

Markenkauf aus Überzeugung oder als Ersatzhandlung?

Das Wort Fashion-Victim sagt sich so leicht dahin, aber ab wo fängt das „Opfer-Sein“ eigentlich an? Der Begriff „victim“ deutet an, dass man nicht selbstbestimmt handelt, eigentlich etwas, was uns beunruhigen sollte.

Kaufrausch
Es gibt Frauen, die haben einhundert bis dreihundert Paar Schuhe. Vielleicht dazu noch jeweils eine passende Handtasche. Jeden Tag des Jahres ein Paar andere Schuhe – Kaufsucht?
Brauchen tut man beziehungsweise frau die nicht wirklich alle 😉 Warum also kauft man ein? Um sich aufzumuntern? Zur Belohnung? Die Werbung sagt uns, wir seien es uns wert. Wir werden häufig nach dem Belohnungsprinzip erzogen.

Dass die hippen Frauen aus der Serie „Sex and the City“ zum Beispiel Schuhe von Manolo Blahnik tragen? Das danach der Umsatz der Läden merklich ansteigt finde ich schon beunruhigend. Natürlich sind die Schuhe toll, aber nicht jeder kann sich diese Schuhe locker leisten.

Unterscheiden oder Dazugehören
Was genau macht den Reiz eines großen Logos, beispielsweise auf dem Hintern aus? Markenmode hat natürlich den Ruf, besser verarbeitet zu sein, was ein guter Grund zum Kauf ist. Aber das Jennifer Lopez oder Britney Spears eine Marke trägt? Was die tragen, steht einem selbst noch lange nicht, oder? Wunsch nach Gruppenzugehörigkeit?

Manche Menschen wollen sich auch unbedingt abheben, mit ihrem Outfit den gewollten oder existierenden Unterschied verdeutlichen.

„Fashion-Victim“ ist ein dehnbarer Begriff und ich hoffe mal, dass die meisten, die sich als solches bezeichnen, noch ein kontrolliertes Kauf- und Trage-Verhalten an den Tag legen 😉

Meiner Meinung nach…
…soll Mode Spaß machen und unsere Vorzüge auf vorteilhafteste Art und Weise zur Geltung bringen, ohne uns zu ruinieren und ohne uns zu willenlosen Mode-Opfern zu machen 😉

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