Punks – die ewigen Rebellen in unserer Gesellschaft


Heute sind sie zwar noch nicht ganz verschwunden, jedoch eher seltener geworden. Wer allerdings in den 80er Jahren ein deutscher Teenager war, der kann sich bestimmt noch sehr gut an sie erinnern: die Punks! Das waren jene seltsam, meist in Leder und Jeans gekleidete Männer und Frauen mit noch viel seltsameren Frisuren und Piercings. Die Haare standen steil nach oben, meist lag ihnen ein so genannter „Irokesenschnitt“ zugrunde. Von kohlschwarz über pink, grün und blau war diese Haarpracht mitunter eingefärbt. Die Gesichter waren durch dunkel umrahmte Augen und insgesamt Furcht erregende Schminke auffällig.

Die Mode der Punks

In Dörfern und kleineren Städten hielt man diese Punks eher für eine Modeerscheinung, einen Trend. Mochte man diesen eigenwilligen Trend, dann kupferte man eventuell etwas von deren Modestil ab. So wurden dann halt eben auch die Haare bunt gefärbt und/oder hochgestellt, man ließ sich piercen und schminkte sich grell. Auf Partys wurde dann Punk-Rock gehört, da dieser ja „in“ zu sein schien. Mitunter trug man anstelle von Ohrringen auch ab und an tatsächlich Sicherheitsnadeln im Ohr, zog als Mädchen Netzstrümpfe an oder kaufte sich Jeans mit Tiger- oder Leoparden-Umschlägen am Saum. Wer um jeden Preis auffallen wollte, der erreichte das mit der „Punk-Aufmachung“ auf schnellstem Wege. Es bedarf keiner größeren Erwähnung, dass manche Eltern dieser Generation teilweise die Welt nicht mehr verstanden und schier am Verzweifeln waren.

Entstehung

In Wirklichkeit hatten die Punks noch eine weitaus größere Bedeutung, nicht nur durch ihre Kleidung und das gesamte Äußere, sondern auch durch ihr Verhalten und ihre politische Einstellung mit einer eindeutig linken Ausrichtung. Mitte der 1970er Jahre entstand angeblich in New York und London diese Jugendkultur, die Punk genannt wurde und wird. Für die Punks charakteristisch waren provozierendes Aussehen und eine rebellische Haltung gegenüber der Gesellschaftsform, in der sie lebten. Nicht selten gab es auch gewaltsame Ausschreitungen der Punks. Neben den Hardcore-Punks gab es und gibt es allerdings auch friedlichere Abspaltungen von Punks. Diese führen ihre Kritik an der Gesellschaft eher auf humorvolle Art und Weise durch. Dieser sanfteren Gruppe fühlten sich auch die oben erwähnten Teenager der 80er Jahre zugehörig, die mit der politischen und rebellischen Einstellung der Hardcore-Punks nicht konform gingen.
In den 1980er Jahren verbreitete sich der Punk dann schnell weiter über die ganze Welt. Punk-Szenen in fast allen Teilen Europas, Ostasiens und Amerika entstanden. Das destruktive Verhalten der Punks sich selbst und ihrer Umgebung gegenüber verstanden die Punks als Antwort auf die für sie als festgefahren wahrgenommene Gesellschaft. Viele Punks waren aus freien Stücken obdachlos. Ein fester Treffpunkt der Punk-Szene waren die „Chaostage“ in Hannover von 1982 bis 1984.

Punk-Musik

Wie bereits erwähnt, hatte und hat die Punk-Szene auch ihre eigene Musik, den Punk-Rock. In den Texten der „Punk-Rock-Songs“ wird hauptsächlich die Gesellschaft kritisiert, gegen die die Punks innerlich und äußerlich demonstrieren. Bekannte Bands aus der Punk-Rock-Szene sind beispielsweise die Sex Pistols, die Ramones oder The Clash. In Deutschland zählt man unter anderem Rammstein, die Toten Hosen und auch die aus der früheren DDR stammende Nina Hagen zu den „Punk-Rockern“.

Foto: goldencow_images – Fotolia

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