SC-Trainer Streich: Wie wenn man «im offenen Zahn bohrt» 

Freiburg – Nach einem Bandscheibenvorfall fühlt sich Trainer Christian Streich wieder fit genug, um im Landesduell gegen den VfB Stuttgart auf der Bank des SC Freiburg zu sitzen.

Es gehe ihm «wesentlich besser», sagte Streich zwei Tage vor dem Spiel am Sonntag (18.00 Uhr) im Freiburger Schwarzwaldstadion. Bei den ersten beiden Partien in der Fußball-Bundesliga gegen Eintracht Frankfurt (0:2) und bei 1899 Hoffenheim (1:3) hatte er sich von Co-Trainer Lars Voßler vertreten lassen müssen.

«Ich hatte Nervenschmerzen, als wenn man die ganze Zeit im offenen Zahn bohrt», erklärte der 53-Jährige. Er habe kaum laufen können, weil die Rückenschmerzen in den Oberschenkel ausgestrahlt hätten. Begonnen habe das nach dem Pokalspiel bei Drittligist Energie Cottbus, das der Sport-Club erst nach dem Elfmeterschießen gewann. «Seit ein paar Tagen kann ich wieder laufen. Vor zwei Wochen hätte ich noch nicht gedacht, dass ich heute hier sitze», sagte Streich bei seinem ersten öffentlichen Auftritt nach der Erkrankung, die ohne Operation behandelt wurde.

Außer in der ersten Krankheitsphase stand er im ständigen Austausch mit seinen Assistenten und bereitete sogar die Trainingseinheiten mit vor. Bei der Mannschaft habe er nur vor dem Hoffenheim-Spiel einmal vorbeigeschaut. «Die Punkteausbeute steht nicht im Verhältnis zu dem, wie sie gespielt haben», sagte Streich. Beide Spiele seien in großen Teilen absolut ansprechend gewesen. «Dass wir null Punkte haben, ist extrem ärgerlich.» Die Mannschaft sei vor seinem Ausfall gut gewesen, «ist es jetzt und war es auch, als ich weg war.»

Fotocredits: Patrick Seeger
(dpa)

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